Genau solche Leute wie die Preisträger bei den Berufsweltmeisterschaften brauchen wir! Um aber im echten Wettlauf um den Gast vorne zu bleiben, müssen wir unsere Ausbildung von der Lehre bis zur Uni auf Vordermann bringen:
• Wir brauchen keine Imagekampagnen, sondern Lösungen.
• Wir brauchen nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer.
• Wir brauchen in jedem Fall ausreichend Grundlagenforschung als Basis für Betriebsinnovationen.
• Und wir dürfen uns sicher nicht mit den schwarzen Schafen in eine Topf werfen lassen, die Praktikanten ausbeuten statt ausbilden.
Diese Woche gingen die 41.Berufsweltmeisterschaften “WorldSkills 2011″ in London zu Ende. Mehr als 1.200 junge Fachkräfte aus 56 Ländern haben daran teilgenommen. Nach drei anspruchsvollen Wettbewerbstagen konnte der Koch Thomas Schäffer vom Landhotel-Restaurant Hubinger aus der Steiermark die Bronzemedaille und damit den Sprung aufs Podest erringen. Julia Heilig aus dem Vienna Marriott Hotel freute sich über Platz sieben in der Kategorie Restaurantfachkräfte und eine Auszeichnung für exzellente Leistungen. Begleitet wurden die erfolgreichen TeilnehmerInnen vom Unterrichtsministerium und der Wirtschaftskammer.
Das Wirtschaftsministerium hat in Kooperation mit den gastgewerblichen Fachverbänden und unter Mitarbeit von ÖHV und BÖG eine neue Broschüre herausgegeben: “Danke lieber Gast” ist ein Leitfaden mit Beispielreklamationen und dem Umgang damit. Download
Wofür steht die Industriellenvereinigung? Für Steuersenkungen und Deregulierung, für die Idee einer praktikablen, wirtschaftsfreundlichen und liberale Wirtschaftspolitik? Weit gefehlt, wäre man angesichts der Aussagen von IV-Präsident Sorger im Klub der Wirtschaftspublizisten verleitet zu sagen: Fordert er doch glatt die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie! Sorger stellt den Tourismus in eine Reihe mit der Hacklerregelung und dem Pensionssystem. weiterlesen
Die Österreichische Notariatskammer engagiert sich wieder verstärkt im Bereich Betriebsübergabe und Nachfolge in der österreichischen Hotellerie. Derzeit läuft eine österreichweite Umfrage. Alle Hotelliere sind eingeladen, daran teilzunehmen. Ergebnisse werden auf Wunsch zugesandt. Mit den Ergebnissen werden die Notare ihre Angebote zum Thema (weiter-) entwickeln und dabei mit der Wirtschaftskammer strategisch kooperieren. Hier geht es zur Umfrage -> Link
Die Creditreform hat aktuell berichtet. Unternehmensinsolvenzen gehen leicht zurück, auch im Tourismus. Die endgültigen Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Halbjahr 2011 zeigen, dass die Firmeninsolvenzen nach einem Anstieg im 1. Quartal nun wieder zurückgehen. Weiterhin einen Anstieg verzeichnen die Insolvenzen von Privatpersonen: 5.532 zahlungsunfähige Private bedeuten ein Plus von knapp 5%. Ein Klick auf die Grafik liefert eine vergrößerte Darstellung:
Der Absturz des Euro gegenüber dem Schweizer Franken ist fürs heimische Tourismusangebot nicht unbedeutend: Der Österreich-Urlaub wird für Schweizer billiger und der Mitbewerber Schweiz leidet unter einem saftigen Preisanstieg für ausländische Gäste. Die Schweizer werben daher intensiver und kreierten den Slogan „Schweiz statt Geiz“ und investieren die Rekordsumme von 48 Mio. CHF in die Sommerkampagne.
Starke Nerven brauchen aber die vielen heimischen Hoteliers, die auch CHF-Kreditschuldner sind: Alleine in Tirol ist die Tourismusfinanzierung in Franken 1,2 Mrd. Euro schwer! Für Kreditnehmer bedeutet der aktuelle Kurs erhebliche Mehrkosten. Jeder einzelne Franken-Schuldner sitzt auf nicht realisierten Kursverlusten von bis zu 28%! Dieser Betrag muss auch in die jährliche Bilanz übernommen werden und drückt die Eigenkapitalquote weiter nach unten. Neufinanzierungen sind teurer und schwieriger und könnten am Ende des Tages das Angebot schwächen.
Auch die TAI hat sich dieser Thematik angenommen. Wir haben exklusiv für den TP-Blog Volkswirt-Herausgeber Ronald Barazon zum Interview gebeten:
Die Geschäftsführung der ÖHT weist in ihrem Beitrag zum aktuellen Tourismusbericht (ab S. 51), der im nächsten Tourismusausschuss am 7. Juni präsentiert wird, auf eine gefährliche Entwicklung hin: Die operativen Ausgaben der Hotellerie – insbesondere der 4- und 5-Sterne-Häuser – steigen stärker als die Einnahmen. Die Preise konnten aufgrund des zunehmenden Mitbewerbs nicht der Inflation angepasst werden. Eigenkapital und Entschuldungsdauer leiden. Sobald die Zinsen wieder ansteigen, so der Schluss der ÖHT-Experten, sind Zahlungsengpässe zu befürchten. Die TAI hat dies in bekannt professioneller Art und Weise zusammengefasst: http://www.tai.at/index.php/de/hotel/hotellerie/2048-zins-zeitbombe-tickt-lage-fuer-hotellerie-nicht-rosig-
Erinnern Sie sich noch an den Fall des Eisernen Vorhangs? Wie wir uns gefreut haben mit denen, die nach jahrelanger Trennung wieder ihre Familienmitglieder in die Arme schließen konnten? An die Hilfsbereitschaft für die, die aus dem größten Gefängnis der Welt entkommen sind? Denn nichts anderes war der Ostblock.
Und jetzt? Jetzt wird mit Ängsten Stimmung gemacht. Warum? Das ist ganz egal, wenn es um Leser oder Wählerstimmen geht. Wenn es sich auszahlt, werden Instinkte und Reflexe leichtfertig bedient. weiterlesen
Gute Unternehmer im Tourismus wissen, dass sie kreativ sein müssen, sich ständig weiterentwickeln und permanent offen sein für neue Impulse. Ohne Innovation kann man nicht mithalten. Innovationen machen Betriebe unterscheidbar. Erst die daraus resultierende Differenzierung und Spezialisierung führt zu höherer Preisdurchsetzung. Die ist ja, wie wir wissen, nicht die allerbeste im österreichischen Tourismus.
Minister Mitterlehner sei Dank, dass er ein Innovationsfeuerwerk in den Tourismusplan 2011 gezündet hat. Etablierung von Innovations-Coaches, Gründung von Innovationszentren, Innovationsdatenbanken, Innovationspreise, Innovationsleuchttürme und Innovationsförderungen sind geplant. Eines ist uns aber als Tourismusweltmeister bei der ganzen Innovationsfreude abhanden gekommen: die Basis aller Innovationsanalysen, die universitäre Grundlagenforschung. weiterlesen