Die Nöte des Eigentümervertreters
08.10.2009, 08:10
Ulrike Reisner
Destinationen, Politik
In Tirols Tourismusmetropole Ischgl geht es rund, es droht die Selbstauflösung des Gemeinderats. Stein des Anstosses ist (angeblich) die Rolle von Bürgermeister Cimarolli als Eigentümervertreter im Aufsichtsrat der Silvretta Seilbahn AG. Der fordert (so geschrieben in der heutigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung), dass die Bahn, die (seiner Ansicht nach) auf zuviel Geld sitze, doch ein paar Millionen Euro in Schutzbauten investiere. Auch wenn tausend andere Gründe für die politischen Turbulenzen in Ischgl verantwortlich sein mögen – einen touristisch interessanten Kern hat die Sache doch: was kann und will die öffentliche Hand künftig in die begleitenden Infrastrukturen für den Tourismus investieren? Der Seilbahnindustrie vorzuwerfen, sie würde das Geld horten, ist Unsinn. Die Zahlen belegen das Gegenteil. Doch wie wir wissen, kommen die Gemeinden zunehmend finanziell unter Druck. Auch – und gerade in den Tourismushochburgen. Hier werden wir eine offene Diskussion brauchen!
