Archiv

Artikel-Schlagworte: „Schweiz“

no comment

Datum  09.05.2012, 19:05  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Destinationen

Ulrike Reisner

Manche Meldungen sprechen für sich: die Schweiz verzeichnete zwischen Januar und März ein Minus von 3,4 % bei den Logisnächten. Die Übernachtungen ausländischer Gäste brachen um 8,4% ein! Graubünden muss im März ein Minus von 17% wegstecken…

Die Folgen für die Tourismuswirtschaft in den ländlichen und Bergregionen sind fatal. Zu spüren bekommen werden diese Entwicklung auch die regionalen Zulieferer und Dienstleister. Das Beispiel Schweiz zeigt, dass die Tourismuswirtschaft mit ihrem hohen Exportanteil extremen Rahmenbedingungen ausgesetzt ist. Das damit verbundene Risiko abzufedern, ist ein Gebot der Stunde. Es ist dies allerdings nur sehr bedingt möglich.

Schweizer Zweitwohnsitz-Verbot: Weichen Investoren auf Österreich aus?

Datum  19.04.2012, 18:04  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Destinationen, Markt & Kommunikation, Politik, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Die Schweizer stimmten im März dafür, dass der Anteil von Zweitwohnungen in den Gemeinden auf 20 % beschränkt wird – ein Wert, die in einigen Destinationen längst übertroffen wird. Dass Hotelbetreiber bzw. -eigentümer Wohnungen verkaufen, ist in Österreich grundsätzlich auch nichts Neues, die erzielten Renditen für das Hotelprojekt helfen bei der Finanzierung. Internationale Investoren werden bei dem günstigen Frankenwechselkurs jetzt verstärkt die österreichischen Alpen ins Visier nehmen und die Zahl der Betten wird im Land mit der höchsten Bettendichte (und mit trotz sinkender Aufenthaltsdauer immer größerer Zimmer) weiter steigen. Der Wettbewerb um die zur Verfügung stehenden Mittel – Stichwort Kreditklemme – wird also noch härter. Die ÖHV unterstützt daher alternative Finanzierungsformen, wie die aktuell von GfB und der Hypo Salzburg präsentierte Tourismusanleihe. Mehr dazu lesen Sie auf www.oehv.at!

Einen aktuellen Kommentar dazu lesen Sie in der T.A.I.

Verrohung der Sitten

Datum  16.09.2011, 09:09  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Markt & Kommunikation, Unternehmen

Ulrike Reisner

Der britische Reiseveranstalter Inghams soll in einem Schreiben an Schweizer Hoteliers vorgeschlagen haben, den Währungsverlust aus dem ungünstigen Wechselkurs des Franken zum Pfund zu teilen – andernfalls würde das Produkt zu teuer und am Markt schwer absetzbar. So berichtet die Schweizer hotel und tourismus revue. In der Schweiz rührt sich nun Widerstand: man will sich von den Tour Operatoren preislich nicht noch mehr unter Druck setzen lassen. Für den Beobachter von außen muten Situationen wie diese nicht nur skurril an sondern erinnern an frühere Zeiten, wo Plünderung und Erpressung an der Tagesordnung standen. Eine ähnliche Verrohung der Sitten findet heute im Geschäftsleben statt – nicht nur im Tourismus. Verlässlichkeit und Vertragstreue sind vielerorts zum Fremdwort geworden!

Schweizer Notprogramm

Datum  24.08.2011, 08:08  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Politik

Ulrike Reisner

Statistik Schweiz, http://www.bfs.admin.ch/bfs

Als Kämpferin an vorderster Front bekommt die Schweizer Tourismusbranche die fortdauernde Stärke des Schweizer Franken besonders zu spüren. Der Schweizer Tourismusverband STV fordert daher in einer aktuellen Mitteilung einen auf das Jahr 2012 befristeten Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent (derzeit gilt in der Schweizer Gastronomie ein Mehrwertsteuersatz von 8 Prozent, für Beherbergungsleistungen bis 2013 ein Sondersteuersatz von 3,6 Prozent). weiterlesen

Schweizer Tourismus-Arbeitsplätze gefährdet

Datum  14.07.2011, 13:07  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Politik, Unternehmen

Ulrike Reisner

Die Tourismusbranche in der Schweiz stöhnt zu Beginn des Sommers nicht nur unter der Hitze sondern auch unter einem extrem starken Franken. Einem Bericht des Schweizer Fernsehens zufolge müssen in einigen Tourismuszentren bereits Mitarbeiter entlassen werden. So wirken sich Währungsturbulenzen diesseits und jenseits der Grenzen unterschiedlich auf die Tourismusbranche aus – Thomas Reisenzahn hat in seinem letzten Beitrag die Situation der Betriebe mit Schweizer-Franken-Krediten thematisiert. Auch wenn der Tourismus die Finanzkrise bis dato recht gut weggesteckt hat – die Rahmenbedingungen für die Betriebe in den Alpen werden mit Sicherheit schärfer, die Marktbereinigung hat bereits begonnen. Es sollten dabei allerdings jene Unternehmer nicht auf der Strecke bleiben, die mit guten Ideen engagiert arbeiten, aber finanztechnisch nicht so gut aufgestellt sind. Denn wenn der Tourismuswirtschaft einmal die Pioniere fehlen, ist niemandem mehr geholfen!

Standortmarketing international

Datum  30.05.2011, 17:05  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Markt & Kommunikation, Politik

Ulrike Reisner

Manches bekommt man alle Jahre wieder in der Fachpresse zu lesen, so beispielsweise Berichte über den Wunsch der Schweiz sich im Bereich des “medizinischen Tourismus” zu positionieren. Die Idee ist nicht neu und funktioniert seit Jahren auch in einigen österreichischen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen sehr gut. Doch die Schweiz, die das Standortmarketing bekannter Maßen gebündelt hat, will es nun systematisch angehen und den Anschluss an Marktführer wie die USA oder Deutschland nicht verlieren. Auch in Österreich gäbe es zahlreiche Schnittmengen zwischen dem Tourismus und anderen Branchen (wie z.B. der Medizin), die dann hervorragend genutzt werden könnten, wenn wir auf Fernmärkten im Standortmarketing geeint und mit starker Standortmarke auftreten würden (zu diesem Thema ist in diesem Blog bereits einiges geschrieben und kommentiert worden). Manchmal geht es ja gar nicht darum das Rad neu zu erfinden sondern nur die Ressourcen richtig zu bündeln. Das wäre übrigens auch eine Botschaft für die Klausur am Semmering, aber das ist eine andere Geschichte!

Schweizer Sommer

Datum  27.04.2011, 00:04  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Destinationen, Markt & Kommunikation

Ulrike Reisner
(c) Schweiz Tourismus; www.swiss-image.ch Christoph Schuerpf

(c) Schweiz Tourismus; www.swiss-image.ch, Christoph Schuerpf

Zum Nachdenken: Die Schweiz investiert heuer satte 48 Millionen Franken in die Sommerkampagne.

Zum Schmunzeln: Ein Video zur Kampagne auf www.myswitzerland.com

Zum Aufatmen: Der Franken ist mit 1,29 Euro immer noch sehr stark – aber

Noch eins zum Nachdenken: Mit der Schweiz ist zu rechnen, ob wir das wollen oder nicht!

Wo Hängebrücken Geister spalten

Datum  08.06.2010, 10:06  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Destinationen, Innovationen

Ulrike Reisner
Raiffeisen Skywalk

Raiffeisen Skywalk

Wie weit darf man in der “Inszenierung” der Alpen gehen? Wieviel Superlativ brauchen die Berge, um im globalen Wettbewerb zu punkten? In der Schweiz scheiden sich die Geister beispielsweise an einem Hängebrücken-Projekt in der Region Sattel-Hochstuckli (Schwyz), was der ARD-Tagesschau kürzlich einen eigenen Beitrag wert war. weiterlesen

Ringen um Tourismusabgabe

Datum  08.04.2010, 12:04  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Politik

Ulrike Reisner

Während im Wallis die Idee einer flächendeckenden Tourismusabgabe im vergangenen November kläglich gescheitert ist, will man im Kanton Graubünden ein vergleichbares Vorhaben mit allen Mittel durchziehen. Zwei Gesetzesalternativen waren bis vorige Woche in Vernehmlassung - mit mässigem Erfolg, wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf. Das löst den Eidgenossen ihr Problem nicht: für die Strukturen, die rund um die Destinationsentwicklung entstanden sind, stehen bei weitem nicht die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung. weiterlesen

Schweizer Durststrecke

Datum  03.11.2009, 11:11  Autor  Ulrike Reisner Kategorie  Destinationen

Ulrike Reisner

Urlaub in der Schweiz ist Luxus und an solchem wird derzeit allenorts gespart. Kein Wunder, dass die Tourismusprognose des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschafts SECO und des Forschungsinstitutes BAK Basel nicht allzu rosig ausfällt. Rückgänge in nahezu allen Bereichen – mit Ausnahme der Seilbahnen, die heuer sogar mit einem hauchdünnen Plus rechnen dürfen. Dennoch: dank des hohen Investitionsgrades im Schweizer Tourismus dürfte diese Rezession bald ausgestanden sein. Für 2011 und 2012 werden wieder deutliche Zuwächse prognostiziert.

www.bakbasel.ch