12. Juni 2019 | 08:00 | Kategorie:
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Firmen finanzieren Kultureinrichtungen

Italien hat sich dank seiner Schuldenpolitik der vergangenen Jahre zu einem Dauer-Problem entwickelt. Doch trotz der damit verbundenen Querelen gibt es in unserem Nachbarland ein Programm, das fiskalpolitisch und touristisch sehr interessant erscheint und sich in den vergangenen Jahren gut etabliert hat.

Im Wege eines Kunstbonus („Art Bonus“) erhalten Mäzene ein Steuerguthaben von 65% für Spenden zur Unterstützung kultureller Einrichtungen. Vor allem Renovierungen und Restaurierungen werden damit gefördert. Seit dem Inkrafttreten dieser Regelung im Jahr 2015 unterstützen immer mehr Konzerne und Privatpersonen damit die italienische Kultur. In touristisch-kulturellen Hotspots passiert das schon in großem Stil: So hat die Modegruppe Tod’s 25 Millionen Euro für die Restaurierung des Kolosseums locker gemacht. Das Modehaus Fendi zahlte die Erneuerung des Trevi-Brunnens, der Juwelier Bulgari jene der Spanischen Treppe. Gucci hilft bei Restaurierung des „Tarpejischen Felsens“, der südlichen Spitze des Kapitolhügels in Rom, und finanziert die Neugestaltung der Boboli-Gärten hinter dem Palazzo Pitti in Florenz.

Eine interessante Maßnahme, die zur Nachahmung einladen sollte.

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