18. Februar 2010 | 18:03 | Kategorie:
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Staatsbahn unlimited

Ein lesenswerter Artikel in der Presse zeigt die wirtschaftliche Dramatik rund um die ÖBB mit drastischer Deutlichkeit: so sind pro Jahr offenbar zwischen 5 und 7 Milliarden Euro vonnöten, um rund zwei Milliarden Euro „echten Marktumsatz“ zu ermöglichen. Wer, wie ich, täglich das Leben „in vollen Zügen“ geniesst, macht sich da so seine Gedanken. Wenn die privatwirtschaftliche Orientierung des Staatsbetriebs darin besteht, dass die Fahrkarte am Schalter mehr kostet als am Automat („Hätten´s den Fuffziger halt wechseln lassen müssen“), sorgt man sich um die Zukunft – auch im touristischen Sinne! Staus in den Tälern erinnern Wochenende für Wochenende an die Achillesferse des heimischen Tourismus (aktuell dazu ein Beitrag im Tirol-Blog). Die Staatsbahn kümmert´s wenig, denn mit einem Halt an touristisch neuralgischen Punkten wie Ötztal Bahnhof oder Jenbach sind die Defizite nicht wettzumachen. Hauptsache, wir diskutieren zusätzliche U-Bahn-Anbindungen beim 700-Millionen-Euro-Zentralbahnhof in der Bundeshauptstadt. Tu felix Austria…

18. Februar 2010, 18:56

Das Thema ÖBB gehört wie vieles andere (Universitäten, Gesundheits- und Bundesstaatsreform) zur ständigen to-do-list jeder Regierung. Wirklich durchgreifende Reformen sind wohl nur möglich, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. Der scheint jedoch völlig zu fehlen und daher wird wohl der Steuerzahler weiter blechen und alles beim Alten bleiben solange wir uns das alles noch leisten können. Können wir?

19. Februar 2010, 10:35

Menschen aus aller Welt nehmen weite Wege auf sich, um nach Österreich zu kommen. Nur 7 Prozent nehmen dafür die Bahn (in der Schweiz sind es über 30!). Wenn man einen Blick auf die „einladende“ Atmosphäre auf Österreichs Bahnhöfen wirft, wundert das nicht: Schon der erste Eindruck, den Fluggäste vom CAT bekommen, ist fatal. Das geht über die Ankunft in Wien Landstraße über Westbahnhof bis hin zu zahlreichen kleineren Baustellen. Für den Fall, dass die Politik dafür bisher kein Auge hatte (es fährt ja nicht jeder mit der Bahn), haben wir die Wiener Parteichefs informiert. Auf Verbesserungen warten wir immer noch – seit Monaten. Dass es anders geht, zeigen internationale Beispiele genauso wie auch Vorzeigebaustellen in Wien. Für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance. Man muss sich eben bemühen.

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