25. September 2020 | 13:21 | Kategorie:
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Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen: Die Eventbranche und ihre Zukunft

Das Kongressland Österreich und im speziellen Wien ist bei den jährlichen weltweiten Rankings immer unter den Spitzenplätzen zu finden. Eine gute Szene an Kongress- und Eventagenturen bereitetet neben den vielen ausgezeichneten Locations den Boden dafür auf. Kompetenz, Verlässlichkeit und Kreativität sind Wesensmerkmale der österreichischen Anbieter.

Sicher ist, dass es covid-bedingt für das restliche Jahr 2020 wenig bis kein Geschäft geben wird, wahrscheinlich wird auch noch das 1. Halbjahr 2021 darunter leiden. Die Vorlaufzeiten an Buchungen, Planung und Organisation sind im Kongress- und Eventbereich relativ langfristig. Kann eine Branche diese Covid-19 Krise mit einem Lockdown über ein Jahr überleben?

Ebenso gewiss ist, dass sich Verhaltensformen von Teilnehmern und Geschäftsreisenden nach diesem Lockdown verändern werden. Einiges aus der virtuellen Welt wird bleiben. Es wird neue Geschäftsmodelle brauchen, es wird kaum mehr so werden, wie es war. Die Kurzarbeit und in Aussicht gestellte Fixkostenzuschüsse und Schutzschirme werden den Einnahmensausfall, ja teilweise die finanzielle Misere mildern, aber auch nicht wenige Anbieter werden dies finanziell nicht überstehen. Es geht hier immerhin um 250.000 Beschäftigte.

Die Beschäftigten in dieser Branche zeichnen sich durch organisatorisches Talent, Verlässlichkeit und Belastbarkeit aus. Die Kurzarbeit mit kaum Beschäftigung ist speziell für junge Menschen nicht gut. Die öffentliche Hand, ob Staat, Land oder Stadt, sucht stetig „quasi sofort“ zusätzliches Kontroll- und Organisationspersonal. Diese Mitarbeiter der Agenturen wären höchst geeignet, hier sinnvoll eingesetzt zu werden. Weshalb gründet man hier nicht einen Pool/einen Verbund an Personal, um schnell und effizient vorgehen zu können? Die Daten sind vorhanden, ich denke, bei vielen der Wille auch. Rechtlich wird sich sicherlich eine Konstruktion finden, dass die Mitarbeiter finanziell nicht schlechter abschneiden. Wenn wir jetzt schon in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg leben, dann gibt es hier sicher Lösungen. Und dieses Beispiel ließe sich auch auf andere notleitende Dienstleistungsbereiche übertragen. Wo ein Wille, auch ein Weg!

26. September 2020, 17:19

Liebe Renate
Du hast den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen. Du hast auch recht, dass das auf etliche weitere Sparten zutrifft.
Danke für deine klugen Gedanken!

26. September 2020, 17:21

eine sehr positive und vor allem große Hilfe sowohl für die betroffenen Pesonen, als auch für den Staat um gutes Personal zu finden Gtratuliere zu dieser Idee !

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