2. Juni 2021 | 11:43 | Kategorie:
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Long COVID – wenn`s nicht gleich wieder gut ist

Täglich gibt es neue Meldungen zu den Langzeitfolgen einer COVID-Erkrankung, auch Long COVID genannt. Antriebslosigkeit und psychische Belastungen sollen nun therapiert werden.

Wie die Therapie von Long COVID in der (Tourismus)wirtschaft aussieht, wird sich erst noch weisen müssen. Fakt ist, und darauf wurde in einem Stream des BM für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus am Montag mehrfach hingewiesen, dass die wirtschaftlichen Folgen zeitlich versetzt sichtbar werden. Denn die Bilanzen des Jahres 2020 profitieren noch von einer (verkürzten) Wintersaison 2019/20, von einer (stark eingeschränkten) Sommersaison sowie von den finanziellen Hilfen, die von Seiten des Bundes an die Betriebe ausgezahlt wurden. Die Wintersaison 2020/21 hat hingegen so gut wie nicht stattgefunden, wie es nach der (Wieder)öffnung Mitte Mai laufen wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Spätestens rund um den Jahreswechsel ist aber damit zu rechnen, dass Long COVID im Tourismus deutlich zutage treten wird, Symptome gibt es bekanntlich genug.

Was tun? Nun, es werden diese Symptome bekämpft, auch wenn sie, wie der Fachkräfte- oder Eigenkapitalmangel, chronische Erkrankungen darstellen, die nunmehr einen akuten Schub zu verzeichnen hatten. Wie anders sollte man den Patienten stabilisieren, um dann über seine Therapie zu entscheiden? Doch wie therapieren? Zu der chronischen Fremdkapitalabhängigkeit der Tourismusbranche kommt jetzt die COVID-abhängige Verschuldung. Diese Brückenfinanzierung des Bundes wird in den kommenden Jahren aber vielerorts Liquiditätsengpässe provozieren. Auf diese Entwicklung muss sowohl die Privatwirtschaft als auch die öffentliche Hand vorbereitet sein. Es werden vermutlich über den Förder- und den Finanzierungssektor Instrumente anzubieten sein, die weiterhin unternehmerisches Handeln ermöglichen. Ist eine derartige Therapie volkswirtschaftlich sinnvoll und darstellbar? Wohl ja, wenn durch die Therapie sichergestellt ist, dass der Patient eben nicht nur stabilisiert wird, sondern dauerhaft gestärkt wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Dass diese Therapie nicht bei allen Patienten greifen kann, versteht sich von selbst. Insofern wird Long COVID auch in der österreichischen Tourismusbranche langfristig Spuren hinterlassen.

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