12. Oktober 2023 | 16:45 | Kategorie:
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Tourismusvisionen (1)

Vision: Die tatsächliche Bedeutung des Tourismus für Österreich endlich erkennen.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus wird von der (Wirtschafts)Politik stark unterschätzt. Der BIP Anteil sagt nämlich ebensowenig über die tatsächliche Bedeutung aus, wie die Angabe von Vollzeitäquivalenten bei den Arbeitsplätzen. Der Umsatz einer Tischlerei, die einem Bäcker den Laden neu einrichtet, wird nicht der Freizeit- und Tourismuswirtschaft zugeordnet. Kann er auch nicht. Wenn es aber Tischler und Bäcker in einer Region nur deshalb noch gibt, weil ein Großteil ihrer Kunden zu einem überwiegenden Teil von deren Angeboten in den Bereichen Tourismus und Freizeit lebt, dann sind diese Umsätze eben Tourismus „induziert“. Soll heißen, ohne Freizeit- und Tourismusangebote in der Region keine Geschäftsumsätze bei Tischlern, Bäckern und anderen Betrieben. Ähnliches gilt selbst für so tourismusentfernte Arbeitsplätze wie Lehrer (Frauen wie Männer), Rechtsanwälte, Postbedienstete, Bankangestellte u.v.m.

Jeder dritte Arbeitsplatz in Österreich ist auf diese Weise Tourismus induziert, also auf Dauer nur durch Angebote der Freizeit- und Tourismuswirtschaft möglich. Diese Zusammenhänge sind den Bewohnern der Regionen auch durchaus bewusst. So meinen 70% der Österreicherinnen und Österreicher: „Irgendwie ist in meiner Region jeder vom Tourismus abhängig“. Repräsentativ erhoben vom Boden- bis zum Neusiedler See. Das sollte sich möglichst bald in allen anderen Politikbereichen herumsprechen.

Sind wir doch stolz auf unseren USP als „Tourismusweltmeister“. Er ist übrigens nicht nur nachhaltig wirksam sondern auch volkswirtschaftlich unersetzbar.

13. Oktober 2023, 9:00

Absolut richtig lieber Peter. Zusätzlich kann man noch anführen dass jedes Hotel ca. 5-12% des Umsatzes in Marketing Kommunikation und Werbung investiert. Das ist zusätzlich noch eine enorme Wertschöpfung …

15. Oktober 2023, 14:51

Und umso mehr sollten wir die jüngere Generation für den Tourismus begeistern können, und nicht Fragen beantworten müssen, ob eine Arbeit im Tourismus nachhaltig sei und Zukunft habe. Ich war gerade über das Wochenende in einer schönen Tourismusregion und das 4-Sterne-Hotel Superior bietet mangels Fachkräften „Selfservice“ in bestimmten Bereichen an.

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