Aktuelle Beiträge

Der Preis – ein Dauerthema

Datum  27.04.2015, 09:04  Autor   Franz Hartl  Kategorie  Unternehmen

Franz Hartl

Die ersten Auswertungen der wirtschaftlichen Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen einige wenige Erfolge (etwa eine weitere Verbesserung bei der Eigenkapitalausstattung) aber auch eine weiter gesunkene Umsatzrentabilität, die den durchschnittlichen GOP der Hotellerie in Richtung 20 % der Einnahmen sinken ließ. Grund dafür ist, dass die Preise in den letzten fünf Jahren nicht einmal mehr in Höhe der Inflationsrate angehoben werden konnten. Die meist über der Inflations­rate liegenden Kostensteigerungen haben damit  das wirtschaftliche Ergebnis (GOP/Zimmer) schrumpfen lassen.

Diese wenig erfreuliche Situation wird durch mögliche künftige Belastungen keineswegs leichter zu verkraften sein. Ein im letzten Jahr erzieltes durchschnittliches EGT von 2 % der Einnahmen, zeigt dass kein Spielraum nach unten vorliegt.

Noch haben die niedrigen Zinsen die Ertragslücken weitgehend zugedeckt, aber Preisdisziplin und Preisstrategie sind dringend erforderlich, um die Voraussetzung für eine gedeihliche Fortentwicklung zu schaffen. Marke, Qualität und Unverwechselbarkeit müssen künftig als Argument zählen und die Freundlichkeit und Gastfreundschaft darf in überwiegend von Familien geführten Unternehmen nicht zu kurz kommen. Diese Leistung hat ihren Preis, der auch von preisbewussten Konsumenten akzeptiert wird, wenn Dienstleistung und der dafür aufzuwendende Geldbetrag stimmen.

Achtung! Großes Google Update – „Mobile friendly“ – Ab 21. April 2015

Datum  20.04.2015, 17:04  Autor   Michael Mrazek  Kategorie  Allgemeines

Michael Mrazek

mobile-friendly-google


Zum ersten Mal in der Geschichte von Google wird bereits im Vorfeld zum Update ein neues Kriterium für eine bessere Positionierung in den SERPs (Suchmaschinen Ergebnisseiten) offenbart. 
In den letzten Jahren wurde die Vorgehensweise der Suchmaschine zwar durchaus transparenter: „Guter, informativer Inhalt“ mit „Mehrwert“ soll die ersten Plätze einer jeden Suchanfrage belegen. Doch eindeutige Aussagen zu den Auswirkungen des Updates gab es bis jetzt noch nie.

 

Laut „Google“ werden Webseiten, die mit dem Zusatz „Mobile friendly“ ausgestattet sind, besser in den Suchmaschinen positioniert als andere. Durch den ansteigenden Trend mobiler Nutzung, passt sich auch „Google“ seinen Benutzern an. Wer bis dato noch keine responsive mobile Nutzung für seine Webseite anbietet, muss mit teils erheblichen Nachteilen für seine Webseite rechnen. weiterlesen

Belastungspaket für den Tourismus

Datum  20.04.2015, 15:04  Autor   Ulrike Reisner  Kategorie  Politik, Unternehmen

Ulrike Reisner

Ja, wir haben das Thema bis dato im Blog nicht behandelt. Was mich betrifft, wollte ich ein greifbares Ergebnis abwarten und nicht über Angebliches spekulieren. Dazu schien es mir nicht sehr zielführend, die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung auch noch auf den Blog zu ziehen. Ob andere Autoren es ähnlich sahen, kann ich mangels gegenseitiger Absprache nicht beurteilen. Tatsache ist, dass wir bis dato nicht darüber diskutiert haben. Nun ist aber mit dem Rücktritt von WK-Spartenobmann Harald Ultsch und seinem offenen Brief (zum Inhalt siehe unten) ein Ereignis dazu gekommen, über das nicht spekuliert werden muss. Hier wurden klare Worte gefunden, denen man sich anschließen kann oder nicht:

 

Sehr geehrter Herr Vizekanzler Mitterlehner,  Sehr geehrter Herr Finanzminister Schelling, Sehr geehrter Herr Präs. Leitl,

die letzten Tage und Wochen haben meinen Eindruck verstärkt, dass Österreich im Begriff ist, noch weiter “abzusandeln” um es mit den Worten des Präsidenten zu formulieren. Die aktuelle Steuerreform wurde wieder ohne gründliche Berechnungen wie schon in der Vergangenheit durchgepeitscht, nur um einen angekündigten Termin zu wahren. Die Hoffnung, mit Ihnen als Wirtschaftsfachleute eine neue Qualität von Gesetzgebung zu bekommen, muss leider begraben werden.

Im Nachhinein werden diese haarsträubenden Berechnungen bekannt. Es herrscht wie früher das Interessenslobbying. Der Größere und Stärkere setzt sich durch. Damit wird der Tourismus, in dessen Stabilität man sich in Zeiten der Krise sonnte, zum wiederholten Male als Melkkuh missbraucht. Industrie und Lebensmittelhandel konnten sich durchsetzen, von den Bauern nicht zu reden.

Bevor ein Arbeitszeitruhegesetz an die nötige Realität eines typischen Halbpensionsbetriebes angepasst wird, wird ein Lohndumpinggesetz beschlossen, welches undifferenziert von der Bauwirtschaft auf den Tourismus übertragen wird. Auch Husch-Pfusch mit horrenden Strafen unabhängig von Vorsatz und Betriebsgröße!

Diese Argumentation lässt sich mit Grunderwerbssteuer, Allergene, Pauschalreiserichtlinien, Behindertengesetz usw. beliebig fortsetzen.

Während sich Produktionsbetriebe in das Ausland verabschieden, meint man, dass mit Hotels und Restaurants nichts passieren kann. Aber die Folge sind Aussetzung oderReduzierung von Investitionen, Umwandlung von Vollhotels in Appartments oder wie bei unseren Betrieben die weitere Expansion nur im Ausland. Bei einem Anteil von 90% aller Vorleistungen im Inland werden dies auch andere Branchen und deren Mitarbeiter zu spüren bekommen.

Die Nachfolge von Betrieben ist massiv gefährdet und Sie brauchen sich nicht wundern, wenn alle Register gezogen werden, um ausländische Käufer zu bedienen.

In diesem Umfeld ist es mir nicht mehr möglich, neben meinen Betrieben mit 150 Mitarbeiterinnen, interessenspolitisch tätig zu sein und ich ziehe daher heute die Konsequenzen anlässlich der bevorstehenden Wiederwahl als Spartenobmann.

Ich verabschiede mich von allen meinen Funktionen in der Wirtschaftskammer und selbstverständlich auch als Mitglied des Wirtschaftsbundes.

Harald Ultsch

Obmann der Sparte Tourismus und Freizeit in Tirol

Innsbruck, am 20.4.2015

Online-Handel für die Region

Datum  15.04.2015, 15:04  Autor   Peter Haimayer  Kategorie  Allgemeines, Destinationen, Unternehmen

Peter Haimayer

Landauf, landab sind Diskussionen über die Problematik der Ortskerne im Gang: aufgelassene Gasthöfe, leerstehende Geschäfte, nicht mehr genutzte Wohnhäuser etc. Die touristischen Hochburgen sind davon nicht betroffen, man muss aber von dort aus keine langen Wege zurücklegen, um den ersten Beispielen solcher Entwicklungen zu begegnen.

Ausdünnen der Betriebe
Mit dem Ausdünnen der Betriebe, speziell des Handels, sind vielfältige Konsequenzen verbunden, die sich im Schneeballsystem ausweiten und die unterschiedlichsten Bereiche in Mitleidenschaft ziehen, bis hin zum Verlust wichtiger infrastruktureller Einrichtungen. Wenn in der Folge Orte nicht mehr lebenswert sind, so ist damit auch eine Gefahr für den Tourismus verbunden, nicht nur in den unmittelbar betroffenen Orten selbst, sondern auch für die touristischen Zentren in der näheren und weiteren Umgebung. Denn auch diese benötigen ein intaktes regionales Umfeld, um langfristig erfolgreich sein zu können. weiterlesen

Regionalbanken schützen!

Datum  09.04.2015, 13:04  Autor   Manfred Kohl  Kategorie  Allgemeines

Manfred Kohl

Die Tourismuswirtschaft ist ein leidtragendes Beispiel der regulatorischen Bestimmungen für Banken. Das normale Kreditgeschäft wird überreglementiert und die wahren Risiken (Investmentbanken) werden nicht unter Kontrolle gebracht.  Die Banken sollten mehr Mut zeigen. Aber wie soll das funktionieren, wenn die Risikomanager in den zentral geführten Instituten den Kunden nicht kennen und die Vorstände sich nicht trauen, gegen die Risikomanager aufzustehen? Je größer die Bank, desto kritischer wird’s für den Tourismus, weil die Nähe zum Kunden fehlt und man touristische Projekte nicht vom Schreibtisch aus entscheiden kann. Je größer die Bank, desto mehr geht es nach System. Je kleiner, desto mehr steht der Unternehmer und Mensch im Mittelpunkt. Hotels brauchen Regionalbanken.

Ronald Barazon hat in seinem “Der Volkswirt” (Ausgabe 1/2015) dazu zwei sehr lesenswerte Beiträge geschrieben: “Der Staat sollte die Regionalbanken schützen statt sie zu bekämpfen” und “Die Bank von morgen ist eine regionale Investitionsbörse”. www.ronald-barazon.com/volkswirt.php

Flächeneffizienz im Hotel

Datum  09.04.2015, 13:04  Autor   Manfred Kohl  Kategorie  Allgemeines

Manfred Kohl

Ich habe schon einmal das Thema Flächeneffizienz im Hotel erwähnt. Jetzt liegt eine Untersuchung von Kohl & Partner vor, die zu denken geben muss:
Der Umsatz pro m² im Standard-Doppelzimmer (ca. 32 m²) ist um ein Drittel (!) höher als in größeren Suiten. Viel mehr ist dazu nicht zu sagen.

15 “Krankheiten” der Führungskräfte

Datum  09.04.2015, 13:04  Autor   Manfred Kohl  Kategorie  Allgemeines

Manfred Kohl

Die 15 Krankheiten – Papst Franziskus_KOHL und PARTNER Januar 2015

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsansprache von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Schon erstaunlich, oder? Denn immerhin umfasst die Kurie die Leitungsorgane des Heiligen Stuhls.

Nun hat uns der Papst angeregt, auch einen Beitrag zur Seele eines Betriebes – am Beispiel eines Hotels – zu schreiben. Und wir haben uns  seiner Worte bedient…

“Hotel” steht hier wohl für jeden Betrieb und jede Organisation. Und natürlich auch für mich. Einfach zum Nachdenken.

Karrieren in der Tourismuswirtschaft – ja, spannend!

Datum  08.04.2015, 08:04  Autor   Martina Plonner  Kategorie  Unternehmen

Martina Plonner

Der Tourismus als Branche bietet eine Vielzahl an beruflichen Perspektiven – wer sich dessen bewusst ist, kann seine Karriere gemäß den individuellen Stärken und Kenntnissen zielgerichtet entwickeln.

Eine Position in der Hoteldirektion mag ein erstrebenswertes Ziel für viele Lehrlinge, Studenten, Berufseinsteiger* oder auch Berufserfahrene sein. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass die Branche eine Vielzahl an anderen reizvollen und herausfordernden Perspektiven sowohl im Bereich von Führungs- als auch von spezialisierten Fachpositionen bietet.

Eine Welt voller Möglichkeiten

Am Anfang steht immer die Selbstreflexion: Wo will ich hin? Wo liegen meine Stärken? Passen diese auch zu meinem Berufsziel? Welche Kenntnisse muss ich mir zur Erreichung meiner Ziele noch aneignen? Nur wer sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst ist, kann seine Karriereziele richtig setzen und verfolgen. Von zahlenaffin bis verkaufsstark, von kreativ bis sportlich, von kommunikativer Kompetenz bis Organisationsstärke reichen die Anforderungsprofile der Tourismusjobs.

Der Tourismus als „Querschnittsmaterie“ bietet damit eine breite Palette an Arbeitsfeldern für unterschiedlichste Interessen: Sales & Marketing, Controlling, Eventmanagement, Qualitätsmanagement, IT & Technik, HR Management, Fitness & Sport, Spa & Wellness, Revenue Management, F&B, Catering, Gemeinschaftsverpflegung, Einkauf, Presse etc. sind einige der möglichen Arbeitsfelder. weiterlesen

Der Tourismus und die digitale Welt

Datum  07.04.2015, 14:04  Autor   Franz Hartl  Kategorie  Allgemeines, Innovationen, Unternehmen

Franz Hartl

In den letzten Jahrzehnten haben wir die permanente digitale Revolution erlebt. Sie ist aber noch lange nicht zu Ende. Aufreger wie der Umgang mit persönlichen Daten im Netz oder weltumspannende Cyberverbrechen machen uns die neue Welt aber auch unsere zunehmende Verletzlichkeit bewusst.

Der Tourismus gehört weltweit zu den Wirtschaftszweigen, der die digitalen Medien am häufigsten nutzt um seine Produkte anzubieten. Das hat letztendlich zu Homepages mit immer besseren Funktionalitäten geführt aber auch zu hohen Gebühren bei den weltweit operierenden Buchungs­plattformen und zu Werbebeiträgen bei Google & Co geführt. Die Preistransparenz wurde dabei soweit erhöht, dass es in den letzten Jahren der Hotellerie nicht gelungen ist, ihre Preise in dem Umfang anzuheben, wie es die Kostener­höhungen notwendig gemacht hätten.

Der Gast sucht seine Informationen nicht mehr nur in Zeitungen und Prospekten auch Reiseblogs helfen bei der Suche nach einem idealen nächsten Urlaub und Gäste tauschen ihre Urlaubserlebnisse und Kritik und Anerkennung in Social Media aus oder informieren sich auf den Facebook-Seiten der Hotels und sonstigen Anbieter. weiterlesen

Gute Führung – Das Potential der MitarbeiterInnen nutzen und im Hintergrund die Fäden ziehen?

Datum  31.03.2015, 09:03  Autor   Claudia Schrettl  Kategorie  Allgemeines, Markt & Kommunikation, Unternehmen

Claudia Schrettl

Gute Führungskräfte entscheiden oft über den Erfolg eines Unternehmens. Die Wirtschaft ist einem stetigen Wandel unterworfen. Da ist es besonders wichtig gute Führungskräfte zu erkennen bzw. aufzubauen und langfristig zu halten. Denn diese geben wie ein Leuchtturm die Richtung für das Unternehmen vor. Wie definiert sich gute Führung und wie wird sie zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen? Aus der klassischen Managementlehre und meiner Erfahrung als Beraterin kristallisieren sich folgende Rollen erfolgreicher Führungskräfte heraus:

1. Visionär: Trends müssen rechtzeitig erkannt werden. Nur wer schon heute ein Bild von der Welt in 10 und in 20 Jahren hat, kann erkennen, welchen Beitrag das Unternehmen dazu leisten kann.

2. Loyaler, verlässlicher Kollege: ein gutes Betriebsklima ist ein zentraler Erfolgsfaktor, denn so können gute MitarbeiterInnen für das Unternehmen gewonnen und dort gehalten werden. Dabei sollten Führungskräfte und Mitarbeitern auf einem festen Fundament stehen.

3. Vorbild: Unternehmenswerte wie partnerschaftliche Zusammenarbeit, Fairness, Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit oder Ehrlichkeit müssen gelebt werden und sollten beim Umgang von Führungskräften mit Mitarbeitern und Kunden im Fokus stehen.

weiterlesen