Der Eurovisions Songcontest...
  • ...ist eine tolle Chance für den österreichischen Tourismus.

  • ...wird vor allem die Hauptstadt Wien promoten.

  • ...wird unter dem Strich mehr kosten als er bringt.


 
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Aktuelle Beiträge

Kooperative Planung in der Destination

Datum  04.03.2015, 16:03  Autor   Peter Haimayer  Kategorie  Allgemeines, Destinationen

Peter Haimayer

Zwei Erlebnisse in den vergangenen Tagen haben mich auf den Gedanken gebracht, diesen Beitrag zu schreiben: Zum einen war es die Einladung zu einer Angebotslegung. Dabei hatte die ausschreibende Institution alle ausgewählten Anbieter zum selben Zeitpunkt an denselben Tisch geladen, um sie gemeinsam über die Zielsetzungen zu informieren, die mit dem potenziellen Auftrag verbunden sind und um die auftretenden inhaltlichen und organisatorischen Fragen im Kreis aller Anwesenden zu klären. Das Treffen hat in einer angenehmen Atmosphäre stattgefunden, und die Fragen- und Antwortrunden gestalteten sich zu einem offenen und fairen Miteinander. Im Anschluss daran sind alle wieder ihre getrennten Wege gegangen, um ihre individuellen Angebote auszuarbeiten.

In etwa zum selben Zeitpunkt fand in Innsbruck eine Tagung über “Kooperative Planung” statt, bei der Beispiele aus der Stadtentwicklung mit Schwerpunkt Wien vorgestellt wurden. Die Referenten – Auftraggeber, Verfahrensleiter, Planungsteams – haben das Instrument der Kooperativen Planung vorgestellt, kritisch reflektiert, positiv bewertet und als weiter ausbaufähig beschrieben.

Die beiden Erfahrungen haben bei mir die Frage aufkommen lassen, ob der Ansatz der Kooperativen Planung denn auch für die Destinationsentwicklung nutzbringend sein könnte.

Der Ansatz
Um was geht es dabei? Kooperative Planung steht für ein Vorgehen, bei dem mehrere Expertenteams gemeinsam und in mehreren, abgestimmten Arbeitsschritten an der Lösung einer komplexen Aufgabe arbeiten. Ein Prozessverantwortlicher koordiniert die Arbeiten und fasst die von den einzelnen Teams gelieferten Ergebnisse in einer Form zusammen, welche die Zustimmung aller Mitwirkenden findet. Das auf Konsens beruhende Resultat bildet dann die Grundlage für die jeweils nächstfolgende Arbeitsrunde. Neben den Expertenteams sind auch die Auftraggeber sowie wichtige Stakeholder unmittelbar in den Prozess involviert.

Je nach Aufgabenstellung sind nicht nur die Expertenteams mit der Problemlösung befasst, sondern es wird in bestimmten Abschnitten des Prozessverlaufs auch die Mitwirkung der betroffenen Akteure angestrebt, bis hin zur breiten Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

Bisherige Erfahrungen
Nach den bisher vorliegenden Erfahrungen führt dieser iterative Prozess zu Problemlösungen, welche die Experten von den verschiedensten Blickwinkeln her beleuchtet und regelmäßig reflektiert haben, und die seitens der betroffenen Akteure bzw. der Bevölkerung breit abgestützt sind. Dem Auftraggeber steht somit ein Ergebnis zur Verfügung, in dem eine Menge an Wissen verdichtet und auf den Punkt gebracht ist und das ihm ein hohes Maß an Sicherheit im Hinblick auf die nachfolgende Umsetzung bietet.

Der Zeitrahmen für solche Prozesse ist je nach Aufgabenstellung mit mehreren Monaten anzusetzen. Eine zügige Bearbeitung mit überschaubaren Zeitabständen zwischen den einzelnen Arbeitsrunden der Expertenteams hat sich bewährt.

Übertragbarkeit auf touristische Destinationen
Zweifellos kommen im Tourismus bzw. in touristischen Destinationen verwandte Zugänge zum Einsatz, und das Zusammenspiel von Experten innerhalb eines Projekts ist keinesfalls neu. Neu hingegen wäre wohl die gleichzeitige und gemeinsame Einbeziehung von Expertenteams der gleichen Fachrichtung aus Büros, die normalerweise miteinander im Wettbewerb stehen, die im Rahmen der Kooperativen Planung jedoch fern allen Konkurrenzdenkens zukunftsweisende Problemlösungen für eine Destination erarbeiten. Themen, die sich dafür anbieten, wären z.B. die grundsätzliche Ausrichtung einer Destination, die Entwicklung von Leitprodukten oder auch Markenentwicklungs- und Positionierungsprozesse. Interessierten Anwendern bleibt es unbenommen, für ihre Zwecke geeignete Adaptierungen am Grundmodell der Kooperativen Planung vorzunehmen.

Nachhaltigkeit der Ergebnisse
Natürlich sind solche Prozesse mit höheren Kosten verbunden als herkömmliche Vorgehensweisen und sie kommen daher nur für größere Vorhaben in Frage. Dem Auftraggeber stehen dann jedoch absolut fundierte Ergebnisse zur Verfügung. Auch mag die Tatsache, dass bei der Kooperativen Planung mehrere Expertenteams eingebunden sind, und damit mehrere Beziehungsnetzwerke in einer Destination abgedeckt werden, die Gefahr verringern, dass in der nächsten Funktionsperiode bzw. nach einem Führungswechsel das erzielte Resultat gleich wieder über den Haufen geworfen wird.

Schweiz einigt sich bei Zweitwohnsitzen

Datum  03.03.2015, 10:03  Autor   Ulrike Reisner  Kategorie  Destinationen, Politik

Ulrike Reisner

Die geplante Referendum von Vera Weber, Präsidentin der Zweitwohnsitzinitiative Helvetia Nostra, wird auf Grund eines Kompromisses mit SVP und FDP nun nicht stattfinden: Die Parteien willigten ein, die wesentlichen Schlupflöcher im Gesetzesentwurf von Bundesrat und Ständerat zwar nicht zu stopfen, doch immerhin deutlich zu verkleinern. Zum einen soll es keine “Plattformwohnungen” geben (nach dem Entwurf sollten künftig Zweitwohnungen errichtet werden können, wenn sie danach über Vertriebsplattform angeboten würden). Zum anderen, und das trifft den Tourismus besonders hart, sollen in Zukunft nur mehr 50% des Bestandes alter Hotels in Zweitwohnungen umgebaut werden dürfen und nicht, wie geplant, 100%. Wichtiges Detail am Rande: Die CVP (Christdemokratische Volkspartei der Schweiz) ist bei diesem Deal nicht mit von der Partie. Und: Mit dem Rückzug von Vera Weber ist nicht gesagt, dass sich nicht andere Initiatoren für ein Zweitwohnsitz-Referendum finden.

ITB – wir kommen!

Datum  01.03.2015, 08:03  Autor   Rainer Ribing  Kategorie  Allgemeines, Markt & Kommunikation

Rainer Ribing

Von 4. bis 8. März präsentiert sich Österreich auf der ITB in Berlin unter dem Motto “Österreich. Treffpunkt Europas” – mit einem Scheinwerfer auf Musik. Alle Infos rund um die Messe stehen im ITB-Channel unter www.itb.austriatourism.com zur Verfügung.

In eigener Sache

Datum  26.02.2015, 17:02  Autor   Redaktion  Kategorie  Allgemeines

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr, dass viele von Ihnen immer wieder dieses Forum mit Kommentaren aufwerten. Wenn Sie kommentieren, klicken Sie bitte immer auch das Feld “Ich bin kein Roboter” an. Tun Sie dies nämlich nicht, landet Ihr Kommentar im Spamfilter, wo wir ihn meist erst mit etwas Verzögerung entdecken und dann natürlich freischalten. Danke!

Was macht Top-Betriebe top?

Datum  25.02.2015, 10:02  Autor   Manfred Kohl  Kategorie  Allgemeines

Manfred Kohl

Was sind die wirklichen Treiber zum Erfolg? Diese Frage beschäftigt uns immer wieder aufs Neue. In einem internen Workshop habe wir bei Kohl & Partner versucht, eine Verdichtung vorzunehmen, wobei es sich schnell gezeigt hat, dass es sinnvoll ist, sich auf die “inneren Qualitäten” eines Betriebes zu beschränken und z.B. Lage, Investition und Finanzierung vorerst wegzulassen, um zu übersichtlichen und aussagefähigen Ergebnissen zu kommen.

Also, folgende 5 “innere Qualitäten” haben wir als Erfolgs-Treiber herausgefiltert:

1. Klare Positionierung am Markt
2. Operative Exzellenz
3. Teamorientierung mit Vorbildwirkung
4. Laufend Ideen und Innovationen
5. Kontinuität und Ausdauer

Man könnte es auch auf einen Satz reduzieren: “Ein Top-Betrieb ist operativ exzellent und schafft Mehrwert für Gäste und Mitarbeiter.”

Oder man formuliert marketingtechnisch. Dann würde es wohl so lauten:
“Die 3 P des Erfolges von Top-Betrieben sind:
Positionierung – eine klare Geschäftsidee
Passion – Begeisterung für die Branche
Personen – Teamorientierung mit Vorbildwirkung”

Der Erfolg hat viele Facetten. Eine Reduktion auf wenige Punkte ist plakativ und reizvoll, birgt aber immer die Gefahr der Vereinfachung eines komplexen Gefüges. Dennoch eine Anregung zum Nachdenken: Wie steht es mit den “inneren Qualitäten” in meinem Betrieb?

Demografie – ein prickelndes Thema…

Datum  24.02.2015, 09:02  Autor   Martina Plonner  Kategorie  Allgemeines

Martina Plonner

… und die Branche hat kreative Lösungsansätze? Nein – leider überhaupt nicht!

Demographische Veränderung ist ein umfassend dokumentiertes und gesellschaftlich unverkennbares Faktum. Von Touristikern hat man aber tendenziell den Eindruck, dass bei diesem Thema eher weggeschaut wird – ganz nach dem Motto „wird schon vorbeigehen“ bzw. „trifft mich eh nicht“.

In der Zukunft wird der Tourismus jedoch mit drei konkreten Herausforderungen konfrontiert sein – wie es bereits in verschiedenen touristischen Foren diskutiert und in einer Studie zu diesem Thema unter der Leitung meines Kollegen, Mag. Arnold Oberacher, genauer analysiert wurde. Folgende Fragestellungen sollen zur Diskussion anregen:

  • Herausforderung 1: Mitarbeiter binden und finden! Die rückgängige Zahl an jungen Menschen, gemeinsam mit dem Wunsch nach einem Leben im urbanen Umfeld, macht die Suche nach qualifizierten Tourismus-Fachkräften in Zukunft vor allem in ländlichen Regionen nicht gerade leichter! Mit welchen Mitarbeiterbindungs-Programmen kann darauf reagiert werden?
  • Herausforderung 2: Die touristische Nachfolge sicherstellen! Wo sind angesichts von Generation Y und demographischem Wandel die dynamischen, innovativen Enterpreneure der Zukunft, die sicherstellen, dass gerade in ländlichen Regionen künftig im Tourismus überhaupt Arbeitsmöglichkeiten bestehen?
  • Herausforderung 3: Auf die Kundenbedürfnisse von Morgen reagieren! Seniorenteller und Seniorenhotels sind wohl kaum eine adäquate Antwort auf die geänderte Erwartungs- & Motivhaltung der Gäste von morgen! Aber wie stellt man sich richtig darauf ein?

Demographischer Wandel ist also für den Tourismus doch nicht so weit weg, wie mancher glauben würde. Die aktive Auseinandersetzung und Strategieentwicklung dazu ist wohl eher ein Gebot der Stunde!

Beschneiungen werden grün

Datum  22.02.2015, 20:02  Autor   Franz Hartl  Kategorie  Destinationen, Unternehmen

Franz Hartl

Die Schneesicherheit ist eines der wesentlichen Kriterien für die Auswahl von Skidestinationen. Dabei spielen Beschneiungsanlagen eine zentrale Rolle, sind sie doch die Versicherung dafür, dass auch in möglichen niederschlagsarmen Winter eine ausreichende Schneedecke für das Skivergnügen bereitgestellt werden kann. Die großen Skigebiete haben in den letzten zehn Jahre mehr als eine Milliarde Euro investiert und können heute durchwegs eine Beschneiung ihrer Pisten von 80 und mehr Prozent bereitstellen.

Im vergangenen Jahr haben die Investitionen in Beschneiungsanlagen wieder zugenommen. Auffallend ist dabei, dass der weitaus überwiegende Teil der Investitionen in Speicherteiche ging, die in großen Höhen angelegt, sowohl den Vorteil haben, die Wasserentnahme aus Fließgewässern zu reduzieren als auch den Stromverbrauch zu senken, weil die Pumpleistungen beträchtlich niedriger ausfallen können, wenn einige 100.000 Kubikmeter Wasser nicht auf die Gipfel gepumpt werden müssen. Einige der Teiche sind mittlerweile auch zu Attraktionen für den Sommer geworden.

In ökologischer Hinsicht ist die Pistenbeschneiung nach wie vor umstritten. Aber angesichts der jährlich wiederkehrenden Sorge um das Auftreten der natürlichen, pistengerechten Schneelage und des damit verbundenen Risikos für die Winterdestinationen gilt auch hier was schon für die Feuerversicherung Gültigkeit hat: Es beruhigt enorm.

 

Praxistipp Onboarding: Die ersten Tage sind entscheidend

Datum  19.02.2015, 13:02  Autor   Claudia Schrettl  Kategorie  Innovationen, Markt & Kommunikation, Unternehmen

Claudia Schrettl

Warum denken 15 Prozent aller neuen MitarbeiterInnen am ersten Arbeitstag an die Kündigung? Und 77 Prozent gehen bereits am ersten Arbeitstag früher nach Hause, weil sie aufgrund fehlender Vorbereitung des Arbeitsumfeldes nicht richtig loslegen können (Studie des Human Capital Institutes).
Ein professionelles Recruiting ist die Grundvoraussetzung bei der Suche nach neuen MitarbeiterInnen. Kommt dieser Prozess zu einem positiven Abschluss, beginnt jedoch erst mit dem Onboarding richtige Arbeit. Onboarding ist ein monatelanger Prozess, der darauf abzielt, neue MitarbeiterInnen auch als Menschen in den Betrieb zu integrieren und somit langfristig die Produktivität zu heben und zu erhalten. weiterlesen

Diplomarbeits-Themenbörse Tourismus

Datum  18.02.2015, 09:02  Autor   Rainer Ribing  Kategorie  Allgemeines

Rainer Ribing

Zur besseren Vernetzung von Theorie und Praxis bietet der Club Tourismus auf seiner Website eine Diplomarbeits-Themenbörse für den Bereich der Tourismus- und Freizeitwirtschaft an. Hier können sich Betriebe und Organisationen mit Fragestellungen oder Aufgaben­stellung, die sich für eine wissenschafltiche Abschlussarbeit anbieten, eintragen. Check it out!

Tourismus-Forschungspreis: Jetzt einreichen!

Datum  17.02.2015, 15:02  Autor   Rainer Ribing  Kategorie  Allgemeines

Rainer Ribing

Die Österreichische Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ÖGAF) und das Institut für Tourismus-Management an der FH Wien schreiben jährlich den Österreichischen Tourismus-Forschungspreis “Tourissimus” aus. Prämiert werden die besten touristischen Abschlussarbeiten in den drei Kategorien “Städte & Destinationen”, “Nachhaltigkeit” und “Tourismuswirtschaft”. Die Einreichung für den „Tourissimus 2015“ ist noch bis 15. Februar 2015 durch alle tertiären touristischen Ausbildungsinstitutionen möglich. Das Finale findet am 16. April 2015 in der FH Salzburg statt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier