Archiv

Artikel-Schlagworte: „ÖHV“

Strompreis steigt weiter

Datum  10.05.2012, 16:05  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines

Thomas Reisenzahn

Erinnern Sie sich daran? „KEINE NEUEN STEUERN!“ lautete das zentrale Wahlversprechen einer Partei, die heute in der Regierung sitzt. Wie diese Aussage ausgelegt wird, steht freilich auf einem anderen Blatt: Wenn die EnergieabgabenVERGÜTUNG GESTRICHEN wird, hat das denselben Effekt – aber es ist eben keine neue Steuer*. Auch die „Pfiat di Gott“-Steuer ist als Auflösungs-„ABGABE“ definiert**. Und auch Energie wird dezidiert, nun ja, nicht höher besteuert.

Denn auf den Strompreis soll keine Steuer, sondern ein „EnergieeffizienzförderBEITRAG“ aufgeschlagen werden. 0,7 % des Kaufpreises. Um Förderungen zu finanzieren. Auf der einen Seite kassieren, auf der anderen wieder auszahlen – Arbeitsbeschaffung für Beamte, weil wir in Österreich ein Bürokratiedefizit oder eine zu niedrige Staatsquote haben? Oder eine gesetzlich verordnete Förderung für Energieberater auf Kosten Dritter***?

Aus Sicht der Hotellerie ein Schuss ins eigene Knie: Anstatt Energieeffizienz zu fördern, müssen Durchführung und Ergebnisse von Fördermaßnahmen jetzt dokumentiert werden. Dass über die 8 Mio. Euro, die an Förderungen wieder ausgeschüttet werden sollen, hinaus auch genug für die notwendige Bürokratie übrig bleibt und noch etwas ins Staatssäckel wandert steht, für den gelernten Österreicher außer Frage. Dass der Energieaufwand in der 4- und 5-Sterne-Hotellerie von 2000 bis 2010 bereits um 13,5 % gestiegen ist, wird dabei vollkommen außer Acht gelassen.

* Die Energieabgabenvergütung darf nur mehr die Industrie in Anspruch nehmen. Kosten für den Tourismus: 35 Mio. Euro
** Die Beendigung von Dienstverhältnissen, die länger als 6 Monate dauern, kostet Arbeitgeber jeweils 110,- Euro.
*** Arbeitsentwurf des Energieeffizienzgesetzes

Schweizer Zweitwohnsitz-Verbot: Weichen Investoren auf Österreich aus?

Datum  19.04.2012, 18:04  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Destinationen, Markt & Kommunikation, Politik, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Die Schweizer stimmten im März dafür, dass der Anteil von Zweitwohnungen in den Gemeinden auf 20 % beschränkt wird – ein Wert, die in einigen Destinationen längst übertroffen wird. Dass Hotelbetreiber bzw. -eigentümer Wohnungen verkaufen, ist in Österreich grundsätzlich auch nichts Neues, die erzielten Renditen für das Hotelprojekt helfen bei der Finanzierung. Internationale Investoren werden bei dem günstigen Frankenwechselkurs jetzt verstärkt die österreichischen Alpen ins Visier nehmen und die Zahl der Betten wird im Land mit der höchsten Bettendichte (und mit trotz sinkender Aufenthaltsdauer immer größerer Zimmer) weiter steigen. Der Wettbewerb um die zur Verfügung stehenden Mittel – Stichwort Kreditklemme – wird also noch härter. Die ÖHV unterstützt daher alternative Finanzierungsformen, wie die aktuell von GfB und der Hypo Salzburg präsentierte Tourismusanleihe. Mehr dazu lesen Sie auf www.oehv.at!

Einen aktuellen Kommentar dazu lesen Sie in der T.A.I.

Der legalisierte Griff in die Kassen

Datum  23.03.2012, 18:03  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Markt & Kommunikation, Politik

Thomas Reisenzahn

Die Finanzierung der Tourismusinfrastruktur in den Gemeinden baut traditionell auf Orts- und Kurtaxen bzw. „Fremdenverkehrsabgaben“ auf. Jetzt geht die Politik einen Schritt weiter: Sie lässt die Hoteliers die leeren Kassen füllen. Zu viel wird für Bürokratie und Wahlversprechen ausgegeben. Die Gäste, so die Logik dahinter, haben ja kein Stimmrecht. Die Hotellerie wird zum Inkasso zwangsverpflichtet. Probleme mit der Preisdurchsetzung kennt die Politik ja nicht.

So wird die Ortstaxe in Niederösterreich und im Burgenland um rund 70 % auf 1,50 Euro erhöht! Die Mehreinnahmen werden „gerecht“ auf Land und Gemeinden aufgeteilt. Wien erhöht von 2,8 auf 3,2 %. Viel schlimmer wirkt sich aber das Streichen von Absetzposten aus. Das erhöht die Belastung um rund 35 %!

In keinem der drei Fälle wurde die Erhöhung diskutiert, in Wien wurden sogar mit einem Trick verhindert, dass die Betroffenen sich einbringen. Übrigens: Laut aktueller Umfrage von Reader´s Digest vertrauen noch 5 % der Österreicher den Politikern.

HRS freie Wochen bei facebook

Datum  27.01.2012, 11:01  Autor  Michaela Reitterer Kategorie  Allgemeines

Michaela Reitterer

Wie sieht es mit Ihrer Preisdurchsetzung aus? Nicht schlecht, war aber auch schon besser? Eine Erhöhung um 25 % wird aber nicht drin sein, oder? So eine Erhöhung ist auf einem so umkämpften Markt wie der Hotellerie ganz einfach nicht drin – trotz der Preiskämpfe der vergangenen Jahre. Ganz anders sieht das bei unseren Partnern im Online-Vertrieb aus: HRS erhöht seinen Kommissionssatz ganz einfach um ein Viertel, von 12 % auf 15 %. Und der Einfachheit halber werden die Sätze bei den Tochterfirmen Tiscover und hotel.de gleich angepasst.

Und weil es so gut passt, werden auch gleich die AGBs geändert – und zwar ordentlich. Der Hotelier wird verpflichtet, „dass HRS für den Fall, dass das Hotel zu einem günstigeren Preis buchbar ist, diesen Preis erhält“. Der Hotelier wird zur Verantwortung gezogen, wenn ein anderer Vertriebspartner unter dem vereinbarten Preis verkauft.

Bei der ÖHV häufen sich die Beschwerden dazu. Mit öffentlichen Aussagen halten sich die Hoteliers zurück. Die Unsicherheit ist spürbar – spielt doch hier einer eindeutig seine Marktposition aus. Auf Facebook hat sich nun eine eigene Gruppe gegründet, die ab 1. März – mit Einsetzen der neuen AGBs – eine „HRS-freie Woche“ ausruft. Die ÖHV wird die Bundeswettbewerbskommission informieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Schneemangel: Kostenloses Storno?

Datum  29.11.2011, 12:11  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Markt & Kommunikation, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Zwar konnten viele Skigebiete bereits beschneien, aber auf ergiebige Niederschläge warten wir noch. Einige Gäste wollten daher in den vergangenen Tagen ihren Urlaub kostenlos stornieren. Wie sieht die Rechtsgrundlage aus?

Schneemangel alleine ist noch kein Grund für eine Stornierung auf Kosten des Hoteliers: Denn ob es schneit oder nicht ist kein Verschulden des Hoteliers. Damit höhere Gewalt als Grund für kostenlose Stornierung gilt, muss diese die Anreise verhindern – auch das ist da nicht der Fall. Einen verregneten Urlaub kann man ja auch nicht kostenlos stornieren.

Gänzlich anders ist die Situation, wenn die erstandene Leistung mit der Schneelage in Zusammenhang gebracht werden kann. Das wäre etwa dann der Fall, wenn der Gast ein Pauschalpaket inkl. Liftkarte erstanden hat. Ähnliches gilt, wenn mit Schneesicherheit geworben wurde oder eventuell sogar, wenn mit Slogans geworben wurde, die die Wörter „Pistenzauber“ oder „Urlaub im Schnee“ enthalten: Die wirken durchaus überzeugend – und können, zumal sie als Geschäftsgrundlage erachtet werden, eine kostenlose Stornierung zur Folge haben.

Zu viel Tourismus in Marke Österreich?

Datum  08.11.2011, 16:11  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Markt & Kommunikation, Politik, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Vor dem Sommer kündigte die Bundesregierung die Ausarbeitung der „Marke Österreich“ an, vor dem Nationalfeiertag legte unser Wirtschafts- und Tourismusminister nach, was ÖHV und Wirtschaftskamer einhellig begrüßt haben: „Konkret soll sich, so Mitterlehner, der Branding-Prozess in der Wirtschaft, im Tourismus und bei der Attraktivität für ausländische Schlüsselarbeitskräfte niederschlagen und messen lassen“, so „Die Presse am Sonntag“. Gute Entscheidung, meinen wir. weiterlesen

Warm anziehen für die Konzentrations-Übungen am Online-Markt

Datum  21.10.2011, 11:10  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Destinationen, Innovationen, Markt & Kommunikation, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Nach der Fusion von HRS und Hotel.de geht es mit der Marktkonzentration im Online-Vertrieb munter weiter: Von den rund 300 Reiseplattformen für den Österreichurlaub haben sich etwa 15 nachhaltig gut positioniert und wachsen jetzt in der Eigentumsstruktur im Hintergrund schnell zusammen. Die Auswirkungen auf die Vertriebskosten (wenn man davon ausgeht, dass sich der Anteil der Internetbuchungen auf 40 % erhöht) sind enorm. Bis 2013 werden die im Vergleich zu 2008 um mehr als 290% steigen. Und nichts deutet darauf hin, dass der Anstieg der Vertriebskosten durch höhere Zimmerpreise kompensiert werden kann. weiterlesen

Mitarbeiter machen statt suchen – aber richtig!

Datum  14.10.2011, 10:10  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Politik, Unternehmen

Thomas Reisenzahn

Genau solche Leute wie die Preisträger bei den Berufsweltmeisterschaften brauchen wir! Um aber im echten Wettlauf um den Gast vorne zu bleiben, müssen wir unsere Ausbildung von der Lehre bis zur Uni auf Vordermann bringen:

• Wir brauchen keine Imagekampagnen, sondern Lösungen.
• Wir brauchen nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer.
• Wir brauchen in jedem Fall ausreichend Grundlagenforschung als Basis für Betriebsinnovationen.
• Und wir dürfen uns sicher nicht mit den schwarzen Schafen in eine Topf werfen lassen, die Praktikanten ausbeuten statt ausbilden.

weiterlesen

IV-Präsident Sorger: Steuersenkungen für die eigene Klientel, andere sollen ruhig zahlen!

Datum  04.10.2011, 15:10  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Markt & Kommunikation, Politik

Thomas Reisenzahn

Wofür steht die Industriellenvereinigung? Für Steuersenkungen und Deregulierung, für die Idee einer praktikablen, wirtschaftsfreundlichen und liberale Wirtschaftspolitik? Weit gefehlt, wäre man angesichts der Aussagen von IV-Präsident Sorger im Klub der Wirtschaftspublizisten verleitet zu sagen: Fordert er doch glatt die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie! Sorger stellt den Tourismus in eine Reihe mit der Hacklerregelung und dem Pensionssystem. weiterlesen

13 neue Visa-Büros in Russland

Datum  29.09.2011, 13:09  Autor  Thomas Reisenzahn Kategorie  Allgemeines, Destinationen, Markt & Kommunikation, Politik

Thomas Reisenzahn

Wenn die Aufenthaltsdauer sinkt, ist es umso ärgerlicher, wenn Gäste Urlaubstage brauchen, um Behördenwege erledigen zu müssen. Das war für unsere russischen Gäste bislang Usus. Umso schöner, dass das Außenministerium nach der erfolgreichen Umsetzung in Südafrika in 13 (!!) russischen Städten Visaausgabestellen einrichtet: Sie verkürzen und erleichtern unseren Gästen den Weg nach Österreich. Ein Dankeschön dafür an unsere Wegbegleiter durch einen gar nicht so kurzen Prozess zur Umsetzung einer ÖHV-Forderung: das Innen-, das Wirtschafts- und das Außenministerium, die Wirtschaftskammer Österreich, die Reisebüros und die Airlines. Ein Erfolg, über den sich die ganze Branche freuen kann! Jetzt heißt es, die Gäste darüber zu informieren – seien Sie der erste, der die gute Nachricht überbringt! Eine Aufstellung der Städte, in denen die Visaausgabestellen eingerichtet werden, finden Sie in unserer Presseaussendung.