Wofür steht die Industriellenvereinigung? Für Steuersenkungen und Deregulierung, für die Idee einer praktikablen, wirtschaftsfreundlichen und liberale Wirtschaftspolitik? Weit gefehlt, wäre man angesichts der Aussagen von IV-Präsident Sorger im Klub der Wirtschaftspublizisten verleitet zu sagen: Fordert er doch glatt die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie! Sorger stellt den Tourismus in eine Reihe mit der Hacklerregelung und dem Pensionssystem. weiterlesen
Live aus Linz: Wirtschafsminister Reinhold Mitterlehner eröffnet die Tourismuskonferenz mit 200 Touristikern. Morgen unterzeichnen Bund und Länder den Pakt für den Tourismus, der morgen in einer PK vorgestellt werden wird. Abstimmung und Zusammenarbeit im Marketing und bei Förderungen wird konkret.
Der Bundesminister zieht wenige Minuten nach der erstmaligen Präsentation der neuen österreichischen Tourismusstrategie Bilanz und freut sich über die positive Resonanz aus der Branche.
Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend, mahnt in Innsbruck Innovationen für den Sommertourismus ein. Durch ein zukunftsorientiertes Miteinander und mehr Kooperation zwischen Bund und Ländern, soll der Tourismus in ein bis zwei Jahren noch positiver aufgestellt sein als jetzt, meinte der Minister. Neben Städte & Kultur, Donau & Seen sollen die Alpen zentral im Mittelpunkt des Tourismusmarketings stehen. In diesem Sinne sei auch die neue Lobbying-Veranstaltung “theAlps” ein interessanter Impuls, den es zu nützen gelte.
Wie gut der Tourismus hierzulande eigentlich aufgestellt ist, wird einem meist erst durch einen Perspektivenwechsel bzw. durch Vergleichsbeispiele bewusst, bei denen dies nicht in ähnlicher Form der Fall ist. Selbstverständlich gibt es auch bei uns dringenden Verbesserungsbedarf in einigen Bereichen und natürlich ist die neue österreichische Tourismusstrategie, an der derzeit unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend gearbeitet wird, unverzichtbar.
Doch was die grundsätzliche Organisation des Tourismus betrifft, die Strukturen des Destinationsmanagements, die Vernetzungen, die Möglichkeiten der Finanzierung und damit auch der politische Stellenwert des Tourismus, so kann man zweifellos von Wettbewerbsvorteilen sprechen, die wir besitzen und die es unbedingt zu halten und auszubauen gilt. Als ich kürzlich eingeladen war, die österreichische Tourismusstruktur und das Tiroler Destinationsmanagement in einer tschechischen Stadt vorzustellen, konnte ich mir das wieder einmal selbst vor Augen führen. weiterlesen
Wer dieser Tage durch die Wiener Innenstadt bummelt, könnte den Eindruck gewinnen, die im vergangenen Jahr viel strapazierte “Krise” sei – wegen mangelnden Interesses – kurzfristig abgesagt. Es wird gekauft, gegessen, getrunken, gefeiert und gelacht. Der Hauptstadt-Tourismus kann auch etwas aufatmen, schließlich tun Nachfrage- und Umsatzrückgänge unmittelbar nach den “fetten” Jahren besonders weh. weiterlesen
Zahlreiche Alpentäler sind auf Grund intensiver touristischer Nutzung seit Jahrzehnten übererschlossen. Ver- und Entsorgungseinrichtungen sind nicht auf die üblichen Einwohnergleichwerte sondern zusätzlich auf die maximale Bettenbelegung ausgerichtet. Dazu kommt der finanzielle Aufwand für Lawinengalerien, Hangsicherungen und Parkplätze, um den Verkehr in die Bergregionen sicher zu bewältigen. Die Zukunft des österreichischen Alpentourismus, im Winter wie im Sommer, wird künftig mehr denn je vom Funktionieren dieser Basis-Infrastrukturen abhängen.weiterlesen
Ja, ich gebe zu, ich war etwas skeptisch was die Workshops anlangt. Offener Anmeldeprozess, hohe Teilnehmerzahl und komplexe Themenstellungen. Gestern startete die Workshopserie mit “Wirtschaftlichen Rahmenbedingungen” und endete mit konkreten Forderungen. Der Ansatz ist, Berater der Politik zu sein und nicht Vertreter irgendwelcher Interessen. Ein paar Unschärfen gab es dennoch. Vor allem dann wenn einzelne Vertreter protokollieren ließen, dass sie generell bzw. da oder dort nicht mitgehen können oder wollen. So mancher sitzt wohl als “Aufpasser” mit dabei. Andererseits aber auch ein riesen Vorteil für die Politik. Damit wird mitkommuniziert, wo man ansetzen muss, um die Dinge auf die Schiene zu bekommen. Mehrere Dinge waren gestern wirklich herausragend: Die Vorbereitung durch die Sektion Tourismus im BMWFJ, das Einstiegsstatement von Gottfried Schellmann und die Moderation.
Die TouristikerInnen, die in den Organisationen ‘an der Front´ stehen, sind auf mehreren Ebenen gefordert: in der strategischen Markenentwicklung, im branchenübergreifenden Projektmanagement, bei den Infrastrukturen, im Qualitätsmanagement, im Aufbau und in der Pflege von Netzwerken, im Controlling. Sie sollten koordinieren, positionieren, evaluieren und motivieren, sie sollten Visionen entwickeln, Strategien ausarbeiten und umsetzen. Aber eigentlich sollten sie vor allem eines – verkaufen, verkaufen, verkaufen. Auf lokaler Ebene. Auf regionaler Ebene. Auf Landes- und auf Bundesebene. Gerade jetzt! weiterlesen
Die Chance eines offenen und transparenten Strategieprozesses besteht darin, viele Meinungen zu hören. Darunter auch jene Menschen, die den Tourismus in unserem Land in den kommenden Jahren entscheidend mit prägen werden. Ich habe die Studentinnen und Studenten des Masterstudienganges „Entrepreneurship & Tourismus” am MCI Tourismus in Innsbruck ermuntert, sich im Rahmen meiner Tourismuspolitik-Lehrveranstaltung Gedanken zur Überarbeitung der österreichischen Tourismusstrategie zu machen. weiterlesen
Zu den wesentlichen Kennzeichen des österreichischen Tourismus zählt die starke Dominanz kleiner, meist von den Unternehmerfamilien selbst geführter Betriebe. Die hohe Standortgebundenheit, die Abhängigkeit von öffentlichen Gütern sowie die kleinteilige Struktur sind eine gewaltige unternehmerische Herausforderung. Dazu kommen politische Interessen – vor allem in den alpinen Regionen: die Tourismuswirtschaft soll für regionalen Ausgleich sorgen, die Destinationen im Standortwettbewerb stärken und Wesentliches zur Exportquote beitragen. Bessere Rahmenbedingungen für Unternehmer im Tourismus! Welcher Politiker, gleich welcher Couleur, würde diese Forderung nicht auf seine Fahnen heften? Vor allem dann, wenn damit neue Betriebe, neue Arbeitsplätze, steigende Einkommen und dementsprechende Wertschöpfung einhergehen. weiterlesen